>>Das Leben findet schließlich außerhalb von Internetforen statt.<< Solange man "Das Leben" nur als von Instinkten getriebenen materiellen Prozess - wie z.B. bei Bakterien und Viren - versteht, ist diese beschränkte Sichtweise völlig korrekt.
Schon alleine die Tatsache, dass z.B. beim Menschen die Lust beim Ficken vor allem "im Kopf", also als abstraktes Konstrukt, erlebt wird, deutet darauf hin, dass erst dessen kulturell bedingte Abstraktion den eigentlichen "Wert" des Erlebten ausmacht. Es ist dem Menschen nicht egal mit wem bzw. wodurch diese Lust stimuliert wird, die gleiche sexuelle Stimulation kann je nach den Umständen unter denen sie erlebt wird, höchste Verzückung oder tiefe Abscheu zur Folge haben.
Alles Erleben hat also zwei Wahrheiten zur Folge: eine abstrakte und eine empirische. Nur die abstrakte soziale Interaktion (Symbolischer Interaktionismus) wie sie z.B. auch - aber eben nicht nur - in Internetforen stattfindet, kann diese zwei Wahrheiten durch wechselseitige Hypnose in (geglaubte=objektive) Übereinstimmung bringen. Das ist der einzige Sinn solcher Foren, jeder abstrakten Interaktion überhaupt zwischen Menschen.
meint ecci
Re: Das Läbben
Geschrieben von ecci am 20. Juli 2021
Antwort auf Neuanfang geschrieben von Cassandra am 20. Juli 2021
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